Schutz vor Inflation
Der Markt für inflationsgeschützte Anleihen
Inflationsgeschützte Anleihen (Inflation-Linked Bonds, ILBs) sind Anleihen mit Kuponzahlungen und einer Kapitalforderung, die an die Entwicklung eines bestimmten Verbraucherpreisindexes gekoppelt sind wie z.B. an den harmonisierten Verbraucher-preisindex (HVPI). Der Schutz vor Inflation sichert so den Erhalt der Kaufkraft.
Die Ausgestaltung inflationsgeschützter Anleihen folgt festen Regeln. Neben den Zins- und Tilgungszahlungen erhält der Anleger einen Ausgleich für den Kaufkraftverlust seines eingesetzten Kapitals. Im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen garantieren ILBs dem Anleger somit eine feste, effektive Rendite. Der Kapitalbetrag (hier im Beispiel 100) wird zum Fälligkeitstermin bzw. bei Verkauf indexiert. Der Anleger wird folglich zu diesem Zeitpunkt für den Inflationsanstieg seit dem Kauf der Anleihe voll entschädigt. Bis dahin wird die indexierte Anleihe in Marktpreisen notiert.
Das Konzept entstand bereits 1780. Seitdem ist der Markt für ILBs stark gewachsen. Erste staatliche Emittenten waren neben Island und Israel, Kolumbien und Brasilien in den 50er Jahren die Länder Großbritannien, Australien und Kanada. 1997 traten die USA mit der ersten Versteigerung der Treasury Inflation Protected Securities (TIPS) in den Markt ein. In den vergangenen 10 Jahren gehörten die ILB-Märkte zu den am schnellsten wachsenden Anleihesegmenten.
ILBs werden häufig von Staaten begeben. Der Markt für nicht-staatliche Emittenten ist im Vergleich relativ klein, illiquide und von geringer Bedeutung.
Das gesamte Volumen inflationsgeschützter Anleihen belief sich Mitte 2008 auf 1.672 Mrd. US-Dollar (Vgl. Ende 2007: Marktvolumen etwa 1.300 Mrd. US-Dollar). Der Markt wird dabei deutlich von den USA dominiert, gefolgt von der Eurozone und Großbritannien. Gemeinsam mit Frankreich, dem größten Markt in der Eurozone, fungieren die USA und Großbritannien als Benchmarkemittenten.
Als einer der ersten Asset Manager hat KBC Asset Management (KBC AM) das Potenzial inflationsgeschützter Anleihen erkannt und 1999 durch den KBC Bonds Inflation-Linked Bonds ein attraktives Anleihenportfolio aufgelegt.
Unsere Expertise: KBC Bonds Inflation-Linked Bonds
KBC Bonds Inflation-Linked Bonds investiert in Anleihen der Eurozone mit einem Rating im Investmentgradebereich, deren Kupon und Rückzahlung an die Inflationsrate gekoppelt sind.
Ausgangspunkt der Anlagestrategie, die sowohl qualitative als auch quantitative Analysen vereint, sind Prognosen des Nominalzinssatzes, mit deren Hilfe der jährliche Realzinssatz sowie die Veränderung der Realzinsen berechnet werden. Saisonale Entwicklungen werden dabei berücksichtigt. Für die Berechnungen greift KBC AM auf eigens entwickelte Bewertungstools zurück. Anhand der Prognosen zum Realzinssatz und der Inflationserwartungen wird die erwartete Rendite der ILBs kalkuliert. Ein Vergleich zwischen der erwarteten Rendite für ILBs und der erwarteten Rendite für Nominalanleihen führt letztlich zur Entscheidung, ob in ILBs angelegt werden soll oder nicht.
Fondsdaten
| KBC Bonds Inflation-Linked Bonds | thesaurierend | ausschüttend |
| ISIN Code | ||
| Wertpapierkenn-Nummer | 931721 | 931720 |
| Auflagedatum | 03.12.1999 | |
| Ausgabeaufschlag | 2,50 % | |
| Verwaltungsgebühr p. a. | 0,75 % | |
| Gesamtkostenquote (TER) | 0,93% |

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